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Hochschulstudenten entdecken die Welt der Seeleute

Kampagne #seafarersworld ab sofort auch Online –

Anne Güpner, Klaas Rösch und Talea Mallon verbrachten in den vergangenen Monaten viel Zeit im Seemannsclub „Welcome“. Sie haben sich zum Ziel gemacht, sowohl die Arbeit der Seemannsmission als auch das Leben der Seeleute ins Rampenlicht zu stellen. Zahlreiche Gespräche, Interviews, Aussagen und Fotos präsentieren die drei Studierenden der Hochschule Bremerhaven seit dem 14. August ’23 der Öffentlichkeit. #Seafarersworld heißt die Kampagne, die sie in Zusammenarbeit mit der Seemannsmission Bremerhaven erarbeitet haben.

Im Rahmen des Medienprojekts „Soziale Kampagne“ haben sich fünf studentische Teams des Studiengangs Digitale Medienproduktion (DMP) an der Hochschule Bremerhaven zwei Semester lang mit gesellschaftlichen Themen ihrer Wahl beschäftigt. Entstanden sind fünf Kampagnen, die Gewalt an Männern, Essstörungen, Fahrradsicherheit im Straßenverkehr, den übermäßigen Medienkonsum und die Arbeit der Seemannsmission Bremerhaven thematisieren.

Als Klaas Rösch von dem Projekt hörte, hat er sofort an die Seemannsmission Bremerhaven gedacht. Da sein Bruder Ole bereits ein freiwilliges soziales Jahr im Seemannsclub „Welcome“ absolviert hat, war das Thema für ihn naheliegend. „Die Arbeit der Seemannsmission, das Leben der Seeleute ist weitgehend unbekannt“, sagt Rösch. „Da können wir doch sehr gut Aufklärungsarbeit leisten“. Kommilitoninnen Güpner und Mallon zeigten sich gleich von der Idee begeistert. So entstand das Projekt #seafarersworld.

Das Konzept ist vielfältig: Unter anderem erstellte die Gruppe eine Homepage zu der Kampagne (www.seafarersworld.org), hat Werbeflyer, Sticker, Postkarten und Poster für die City-Lights entworfen und Spenden generiert. Ebenfalls ein wichtiger Punkt ist das Social-Media-Marketing. Hierbei soll der Instagram-Account #seafarersworld mit guten Fotos und informativen Beiträgen die Arbeit der Seemannsmission begleiten. Auch auf der Wissenschaftsmeile bei den Maritimen Tagen in Bremerhaven (16. bis 20. August) werden die drei jungen Leute ihre Arbeit präsentieren.

Überrascht hat sie die Freundlichkeit vieler Seeleute. Die meisten hätten bereitwillig mit ihnen über Beruf und Familie gesprochen. „Über schwierige Situationen lächeln gerade die philippinischen Seeleute häufig hinweg“, stellt Anne Güpner fest. „Ein Seemann hat bisher seine Tochter, die bereits zehn Monate alt ist, noch gar nicht gesehen. Krass.“ Aber alle waren froh, auch mal mit Menschen außerhalb des Schiffes zu plaudern. Wie wichtig die Seemannsmission für die Menschen ist, wollten die Seemänner und -frauen oft selbst zum Ausdruck bringen: „I want to say how grateful I am for the Seemannsmission“ haben die Studierenden oft bei den Interviews gehört

Bei einem Schiffsbesuch haben sie auch das erste Mal die Relation Mensch zu Schiff für sich realisiert. „Das war echt beeindruckend“, sind sie sich einig. „Die Wege auf einem Frachter sind lang. Die Seeleute müssen sehr viel laufen.“ Auch die Menge der Güter, die transportiert werden, sei imponierend.

Viele Klischees über die Seefahrt haben die drei Studierenden nun hinter sich gelassen. „Es ist ein sehr hartes Leben“, sagt Talea Mallon. „Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, dieses Projekt umzusetzen“, ist sich das Dreierteam sicher.